By Edmund Husserl, Hanne Jacobs

Der Band bietet eine Hinführung zur transzendentalphänomenologischen Philosophie. Husserl entwickelt Platons Entdeckung des Apriori als den maßgeblichen Schritt zu einer wissenschaftlichen Philosophie und verfolgt deren Entwicklung von Descartes bis hin zu Kant. In den systematisch orientierten Abschnitten der Vorlesung stellt Husserl zunächst die grundlegenden Disziplinen der theoretischen Philosophie dar und behandelt darauffolgend die praktische Philosophie in einer Skizze der apriorischen Wertlehre und der apriorischen Ethik.

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Wie sein Leben beständig ein vorstellendes und denkendes, ein fühlendes, begehrendes und wollendes Leben ist, so ist auch das oberste normative Ideal des vollkommenen Lebens wesentlich bezogen auf a ll diese Gestalten bewussten Lebens und untrennbar eins. Das ideale Subjekt eines absolut vollkommenen personalen Lebens projiziert sich ins Metaphysische als Idee der Gottheit, die, wie sie für jede strebende Menschenseele als Leitstern fungiert und teleologisch ihre edlen Tätigkeiten regelt, so gedacht wird als der teleologische Pol, der das Weltall, seinen gesamten Werdens- und Entwicklungsgang regiert und so die ganze Welt als idealer göttlicher Sinn beseelt.

Aber er hob sie über den Stand der Naivität hinaus; er zuerst hat sie in vollkommenste Einsicht verwandelt. Und nicht nur für sich selbst. Er hat Wege aufgezeigt, solche Einsicht jedermann zugänglich zu machen. Eine geistige Hebammenkunst hat er ausgebildet (so nennt er selbst seine 26 einleitung in die philosophie Methode in scherzhafter Anspielung auf das Gewerbe seiner Mutter), mit der er in seiner beständig fragenden und disputierenden Art seine Mitunterredner zwingt das wertlose Denken und Reden und Handeln aufgrund vager Vorstellungen zu lassen und sich davon zu überzeugen, dass ein vernünftiges Denken und Handeln einsichtig erzeugter Begriffe bedürfen, Begriffe die in selbständiger Denkarbeit aus konkreten Anschauungen geschöpft und durch Bestimmung des eigentlichen und wesentlichen Sinnes geklärt sind.

Die Farbe gehört zum Sehen, sie ist nichts ohne das sehende Auge. Der Ton gehört zum Hören, er ist nichts ohne das hörende Ohr usw. Würde das Auge anders empfinden, so hätte ich eine andere Farbe oder vielleicht etwas total anderes als Farbe; würde das Ohr anders empfinden, so wäre ein anderer Ton da usw. Es hängt ganz von der zufälligen Subjektivität ab und der Weise, wie sie sich empfindend oder wahrnehmend verhält. Und werden wir sagen, dass sie sich dabei immerfort identisch verhalten muss oder wirklich verhält?

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