By Robert J. Feinbier

Mit den Mitteln einer psycholinguistischen Sprechaktanalyse werden in diesem crucial Aussagefragmente der Zeugen Sebastian Edathy und Michael Hartmann aus dem Bundestagsuntersuchungsausschuss analysiert. Robert J. Feinbier erläutert anhand von Sprechaktbeispielen beider Zeugen, die aus öffentlich zugänglichen Gesprächsprotokollen zitiert werden, wie eine solche examine vorgenommen werden kann. Dabei werden Hypothesen über die Persönlichkeit der Zeugen, ihr Aussageverhalten und die inhärente Struktur des Aussageverlaufs entwickelt.

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H berichtet nur ein Gesprächsergebnis. Zum Verlauf des Gesprächs sagt H nichts. Dass diese Tilgung des vorhergegangenen Gesprächsverlaufs durch H alles andere als unverfänglich ist, wird erkennbar, wenn man beachtet, dass in dem Segment S2 zwei Zeitformen enthalten sind: hätte (Konjunktiv II) und gehabt (Perfekt). S2 weist in der abgeschlossenen Vergangenheit in eine nachfolgende Zukunft: Relevant könnte das noch werden in Bezug auf die Frage: Welche Informationen hatte E tatsächlich schon vor dem Gespräch mit Hartmann, die dieses Bedürfnis, tiefe Informationen zu bekommen, ausgelöst haben?

Dass E Informationen schon hatte, bevor H mit ihm gesprochen hat, kennzeichnet schon die Aussagen von E und nun auch jene von H. ). Im atelischen, nicht transitiven hatte, hier im Plusquamperfekt (vollendete Vergangenheit) verwendet, bleibt jeder Hinweis auf handelnde Personen getilgt. Verstärkt wird diese Tilgung noch durch die Substantivierung Informationen, weil damit Handlungen von handelnden Personen aus dem Blick entschwinden. Das Sprechaktsegment H1 S1 ist ein Musterbeispiel dafür, dass auch atelische Zustandsverben wie ‚haben‘ Fragen nach einem Anfang und einem Ende, einem Woher und Wohin, auslösen können, ja wenn sie auf eine abgeschlossene Hand- 38 2 Psycholinguistische Sprechaktanalyse lung in der Vergangenheit verweisen und mit einem substantivierten Prozess verbunden sind, dies auch zwingend verlangen.

Das Segment bleibt damit bei einer sehr distalen Schilderung aus einer Außenperspektive. RQMXQNWLY,, KlWWH 9HUE9HUJDQJHQKHLW JHKDEW SRVVHVVLY 5HNXUUHQ] GLH /LQNVKHUDXVVWHOOXQJ HU Mit Linksherausstellung fokussiert H auf E, ohne dass in beiden bisherigen Segmenten der Sprecher H selbst in Erscheinung tritt. Dies stellt in diesem Fall eine Tilgung dar, weil H sich mit dem hätte gehabt noch weiter in die Vergangenheit richtet (ZD: vor dem damaligen Zeitpunkt schon bekommen haben). H hat nicht gesagt: „Er wollte sie haben“ (ZD: damalige Gegenwart) oder noch deutlicher „Er wollte sie bekommen“ (ZD: damalige Zukunft) oder deiktisch noch mehr erweitert: „Er wollte sie von mir bekommen“ (PD: Hartmann, ZD Zukunft).

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